Basta-Politik - effektiv, aber unfreundlich. Es stimmt, dass die Hochschullandschaft in Brandenburg erbärmlich ausgestattet ist, Professorenstellen unbesetzt sind und an den Entscheidertischen zu wenig Studenten sitzen. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass Cottbus und Senftenberg es jahrelang verpennt haben, enger zusammenzuarbeiten. Wer will, dass es auch in 20 Jahren einen Hochschulstandort in der Lausitz gibt, kann den dringenden Reformbedarf nicht verneinen. Bockig in der Ecke stehen und pro forma mit Weggang drohen ist albern. In letzter Sekunde hat das offensichtlich auch BTU-Präsident Zimmerli erkannt. In den wissenschaftlichen Beirat werden nun weitere BTU-Vertreter entsandt. Vielleicht hilft es in Zukunft aber auch, sich inhaltlich unersetzbar zu machen. Kleines Beispiel aus der Realität: Im Spreewald kocht gerade eine höchst brisante Diskussion über die Eisenhydroxid-Belastung der Spree hoch. Die Einzigen, die sich nicht äußern, sind die Experten beider Hochschulen. Klar: Die sind ja auch seit Monaten mit sich beschäftigt.