Den damals 20, 26 und 32 Jahre alten Angeklagten wurde vorgeworfen, am 21. und 22. August 2015 Steine, Flaschen, Böller und eine Baustellenabsperrung in Richtung von Polizisten geworfen zu haben. Sie standen deshalb wegen schweren Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung und unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen vor Gericht.

Der 32-Jährige soll für zwei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis, der 26 Jahre alte Verurteilte erhielt ein Jahr und acht Monate Haft, der 20-Jährige eine Jugendstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung. Er bekam zur Auflage, in der dreijährigen Bewährungszeit 1800 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen. Das Gericht folgte mit seinem Schuldspruch den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Es stellte jedoch fest, dass die Baustellenteile von anderen Tatbeteiligten geworfen wurden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Randale vor einem zum Flüchtlingsquartier umgerüsteten Baumarkt hatten Heidenau international in die Schlagzeilen gebracht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde wenig später bei einem Besuch Heidenaus von Rechtsextremen auf unflätige Weise beschimpft.