Der 27-Jährige war nach seiner Festnahme am Mittwoch tags darauf wieder auf freien Fuß gesetzt worden - bis er am Freitag erneut in Polizeigewahrsam kam. In seiner Wohnung war Feuerwerk gefunden worden. Einen 30-Jährigen aus seinem Umfeld hatten die Sicherheitskräfte am Donnerstag in Gewahrsam genommen. Den Haftbefehl gegen ihn setzte das Amtsgericht gegen Auflagen einstweilen außer Vollzug.

Ermittlungen hätten ergeben, dass sich beide Männer in Chats über "mögliche Ziele und Methoden von Anschlägen gegen Personen und Sachen" austauschten, heißt es in der Mitteilung. Dabei sei auch das bevorstehende Stadtfest in Eisenhüttenstadt am letzten August-Wochenende erwähnt worden. Zu weiteren Absprachen sei es wegen des Eingreifens der Polizei am Mittwoch nicht gekommen. Es wird betont: "Konkrete Pläne oder tatsächliche Vorbereitungen für einen Anschlag zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort" lägen nicht vor. Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt werteten intensiv die sichergestellten Computer und Datenträger aus. Bisher deute alles darauf hin, dass es "keine konkreten Gefährdungen von Personen oder Sachen beziehungsweise von Veranstaltungen gab oder gibt", hieß es.