Sie beriet über 32 Betroffene, teilte Vorsitzende Friederike de Haas gestern in einer ersten Bilanz mit. In sechs Fällen ergingen Härte fallersuchen ans Innenministerium, das Aufenthaltserlaubnisse erteilte wurden. Die Betroffenen lebten teils mit Kindern länger als zehn Jahre in Deutschland.
In sieben Fällen betraf es Familien. Drei Vietnamesen lebten bereits in der DDR, drei Familien aus dem früheren Jugoslawien waren vor dem Krieg nach Deutschland geflohen. Der Härtefallkommission gehören Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, des Flüchtlingsrates, der Liga der Freien Wohlfahrtspflege, des Innen- und Sozialministeriums, des Städte-, Gemeinde- sowie Landkreistages und die Ausländerbeauftragte de Haas an. Nach dem neuen Zuwanderungsgesetz können die Länderinnenminister nur auf Grund des Ersuchens dieser Kommission anordnen, einem vollziehbar ausreisepflichtigen Ausländer eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen. (dpa/mb)