Senftenberg. Nach unerwarteten Erdrutschen im Raum Schlabendorf (Dahme-Spreewald) und Spreetal (Bautzen) auf bereits fertig sanierten Innenkippen sind nunmehr lausitzweit alle Areale der Alttagebaue gleicher oder ähnlicher Bodenbeschaffenheit von Experten geotechnisch neu bewertet worden. Das erklärt Mahmut Kuyumcu, Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV).

Im Ergebnis der flächendeckenden Gutachten stellt der Bergbausanierer nunmehr in Aussicht, dass mehr als die Hälfte aller noch planmäßig und nach dem Jahr 2009 vorsorglich erneut gesperrten Innenkippen bis zum Jahr 2017 wieder nutzbar gemacht sein werden. Für zehn Prozent der betroffenen Areale sei die Sanierung bereits bis zum Ende des nächsten Jahres realistisch .

Der Rest der Flächen werde längerfristig gesperrt bleiben müssen, könne aber unter strengen Verhaltensauflagen von den Landwirten und forstwirtschaftlichen Unternehmen teilweise auch schon früher wieder bewirtschaftet werden.

"Die Grundsäulen des Sanierungskonzeptes für die Lausitz werden nicht infrage gestellt", betont Kuyumcu. Die etwa 400 Kilometer versteckten Dämme, mit denen vor allem Uferböschungen stabilisiert worden sind, funktionierten mustergültig. Der LMBV-Chef versichert zudem: "Das Lausitzer Seenland ist sicher." im Blickpunkt Seite 6