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Hackerangriff verursacht Chaos

Screenshot einer Attacke durch den Trojaner "Petya".
Screenshot einer Attacke durch den Trojaner "Petya". FOTO: Bitdefender/dpa
Berlin. Nach dem zweiten massiven Angriff mit Erpressungssoftware innerhalb von zwei Monaten kämpfen Firmen rund um den Globus mit den Folgen der Cyber-Attacke. Zu den betroffenen Unternehmen zählen der Nivea-Hersteller Beiersdorf und die dänische Reederei Maersk, bei der Terminals in mehreren Häfen ausfielen. dpa/roe

Außerdem wurden vor allem Firmen und öffentliche Einrichtungen in der Ukraine hart getroffen.

Die Schadsoftware war nach Einschätzung von Experten gefährlicher als der aufsehenerregende Erpressungstrojaner "WannaCry" Mitte Mai. Sie verbreitete sich nicht nur über die damals ausgenutzte Windows-Sicherheitslücke, sondern fand auch einen weiteren Weg, Computer innerhalb eines Netzwerks anzustecken. Unterdessen sehen Experten Hinweise darauf, dass die Angreifer eher Chaos anrichten wollten und nicht auf Profit aus waren. Während Erpressungstrojaner, die Computer verschlüsseln und Lösegeld für die Freischaltung verlangen, ein eingespieltes Geschäftsmodell von Online-Kriminellen sind, war die Bezahlfunktion bei der neuen Attacke äußerst krude gestaltet. Die Angreifer verlangten 300 Dollar in der Cyberwährung Bitcoin. Das Lösegeld sollte auf ein einziges Konto gehen, die zahlenden Opfer sollten sich per E-Mail zu erkennen geben. Nachdem der E-Mail-Anbieter Posteo die genannte Adresse aus dem Verkehr zog, wurde es für die Betroffenen sinnlos, Lösegeld zu zahlen.

Die IT-Sicherheitsfirma Malwarebytes verzeichnete bis Mittwoch rund 18 000 Infektionen in mehr als 60 Ländern. Experten waren sich uneins, mit welcher Software sie es zu tun haben. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich um eine Version der bereits seit 2016 bekannten Software "Petya". Kaspersky kam zu dem Schluss, es sei keine "Petya"-Variante, sondern eine neue Software, die sich als "Petya" tarne .