„Das hat uns früher auch immer geholfen.“ Nun ist „Koch dir doch ein Suppenhuhn“ nicht so einfach, wenn man es noch nie getan hat. Aber zum Glück gibt es ja das Internet, das einem blitzschnell sämtliche Rezepte aufblättert. Doch als ich mein frisch erworbenes Tiefkühlhuhn für seine Reise in den Kochtopf vorbereiten wollte, packte mich das kalte Grausen: Das Huhn hatte an einigen Stellen lange blonde Haare! Bisher dachte ich, mich in Biologie so gut auszukennen, dass ein Huhn Federn hat. Auch die Telefonschaltung zu Mutter und Tante brachte nach einem Lachanfall am anderen Ende nur Ratlosigkeit.

Also wieder der Griff zum Internet – und die Erkenntnis: Ich bin nicht allein! Hier gibt es ganze Foren zu dem Thema. Neben diversesten Möglichkeiten, die seltsamen Haare zu eliminieren, fand ich den Eintrag eines gewissen Cantharellus, dass es sich bei den Haaren um sogenannte Fadenfedern handeln soll, die die Form von Haaren haben. Das tröstete mich zumindest indirekt – und gipfelte in dem Versuch, beim Essen keine Haare auf den Zähnen zu bekommen.