Die Linke forderte Guttenbergs Rücktritt.Das Magazin "Stern" hatte berichtet, Guttenberg habe bereits am 6. November den für die Bundeswehr belastenden IKRK-Bericht erhalten. Dennoch habe der Minister wenige Stunden später in einer Pressekonferenz den Angriff als "militärisch angemessen" bezeichnet. Laut "Stern" kommt das IKRK in dem als "streng vertraulich" eingestuften Report zu dem Schluss, der von Bundeswehr-Oberst Georg Klein angeordnete Angriff habe nicht "im Einklang mit dem internationalen Völkerrecht" gestanden. Dafür habe es zu viele zivile Tote gegeben. Im Anhang des Berichts listet das IKRK die Namen von 74 toten Zivilisten auf, darunter auch kleine Kinder.Guttenbergs Sprecher hob hervor, der Minister habe in seiner Pressekonferenz am 6. November auf den IKRK-Bericht verwiesen und habe zivile Opfer bedauert. Doch hätten dem Minister widersprüchliche Berichte vorgelegen. Auch Amnesty International forderte jetzt klare Einsatzregeln für die Bundeswehr am Hindukusch. Deutsche Soldaten seien auch bei Auslandseinsätzen an das Grundgesetz gebunden, erklärte die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation in Deutschland, Monika Lüke, am Mittwoch in Berlin. "Was sich daraus an konkreten Handlungsanweisungen und -beschränkungen ergibt, muss so schnell wie möglich ein Bundesgesetz definieren." AFP/uf