Im Ringen um die Zukunft des Autobauers Opel hat der US-Mutterkonzern General Motors (GM) nach den Worten des Wirtschaftsministers Entgegenkommen signalisiert. GM sei bereit, sich künftig mit einer Minderheit an Opel zufrieden zu geben, sagte Guttenberg nach Gesprächen mit GM-Chef Rick Wagoner. Der US-Konzern unterstütze ein "europäisches Opel-Konstrukt", sagte Guttenberg. Auf die Frage, ob es bei den Gesprächen einen Durchbruch gegeben habe, antwortete der Minister, er denke, es habe einen "wesentlichen Schritt" dahingehend gegeben, nicht nur mit dem Finger auf den jeweils anderen zu zeigen. GM sei nun bereit, gemeinsam ein rechtlich belastbares Konstrukt zu schaffen. Dazu gehörten auch die ungelösten Fragen, was mit den Opel-Patenten geschieht oder den von GM an die US-Regierung verpfändeten Beteiligungen. Der Frage der GM-Beteiligung und der Patente kommt bei der Zukunftsplanung für Opel große Bedeutung zu. Europäische Regierungen wollen verhindern, dass Finanzhilfen an Opel mit Steuergeldern in die USA abfließen, was bei einer fortdauernden Mehrheitsbeteiligung von GM denkbar wäre. Ohne die Patentrechte, die zum Teil an die US-Regierung verpfändet sind, wäre ein von GM losgelöster Opel-Konzern kaum überlebensfähig. "Es ist wichtig für uns alle, dass wir wissen, was mit dem Geld passiert, das wir in die Hand nehmen", sagte Guttenberg. Er habe der GM-Spitze klargemacht, "dass wir keine Steuergelder mit leichter Hand ausschütten".In der wichtigen Frage der Patentlizenzen kommt der US-Regierung das entscheidende Wort zu.Guttenberg sagte in Washington, es gebe Anfragen möglicher Investoren, die er als seriös empfinde. Es seien aber noch viele Fragen mit GM zu klären. AFP/kr