Sowohl das Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe als auch das Reisegewerbe waren dem Tourismusbarometer zufolge mit dem bisherigen Geschäftsverlauf äußerst zufrieden. "Die Reisegebiete in Südbrandenburg haben in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen", so Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, bei der Vorstellung der Ergebnisse am Dienstag in Cottbus. "Durchschnittlich 75 Prozent der Tourismus-Unternehmen gehen von einer guten beziehungsweise stabilen Geschäftslage aus."

Der kommenden Wintersaison sieht die Branche hingegen mit gedämpften Erwartungen entgegen. Auch wenn die Mehrheit der Befragten davon ausgeht, das erreichte Niveau zu halten, haben die pessimistischen Stimmen gegenüber den Vorjahresumfragen zugenommen. Zwar verfügt die Region zunehmend auch über attraktive Winterreiseziele, aber die Touristiker rechnen auf Grund der verhaltenen Prognosen der gesamten gewerblichen Wirtschaft mit einer nachlassenden Konsumbereitschaft der Verbraucher .

Weitere Risiken sehen die Unternehmen unter anderem in den steigenden Arbeitskosten. Als Grund geben die Unternehmer in den Umfragen den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro an. Dieser tritt am 1. Januar in Kraft. Die zurückhaltenden Geschäftsaussichten wirkten sich negativ auf die Investitions- und Beschäftigungsabsichten in allen Branchen des Tourismusgewerbes aus. "Es herrscht eine gewisse Verunsicherung", sagte der Sprecher der IHK Potsdam, Detlef Gottschling. Derzeit hätten auffällig viele Betriebe einen großen Bedarf an Infoveranstaltunge n.