Demnach bog Althaus mit rund 40 Stundenkilometern von seiner Piste in eine andere Abfahrt ein und fuhr diese bergauf. Althaus habe ein Absperrnetz umfahren, das aus Sicherheitsgründen über einen Teil der Piste gespannt gewesen war, und sei etwa sieben Metern dahinter mit der 41-jährigen Beata Christandl zusammengestoßen. Die Slowakin war nach dem Unfall gestorben. Gegen Althaus wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft in Leoben wollte die Untersuchungsergebnisse am Sonntag nicht kommentieren. Laut "Spiegel" heißt es in dem Gutachten, die Frau sei deutlich langsamer als Althaus - mit etwa zehn Stundenkilometern - den Hang hinabgefahren. Die beiden Skifahrer seien im Winkel von etwa 90 Grad zusammengeprallt. Die Rekonstruktion habe ergeben, dass die Frau keine Chance hatte, dem Unfall auszuweichen. Zur Schuldfrage habe sich der Sachverständige aber nicht geäußert. Er habe im Gutachten lediglich den polizeilichen Unfallbericht, den rechtsmedizinischen Befund sowie eine Besichtigung des Unfallorts ausgewertet. Die für den Skiunfall zuständige Staatsanwaltschaft in Leoben erwägt jetzt Untersuchungen, wie das Unfall-Gutachten an die Öffentlichkeit kommen konnte. "Wir werden am Montag weitere Schritte in dieser Sache überlegen", sagte Staatsanwalt Walter Plöbst. Das Gutachten selbst wollte er nicht kommentieren. Der Ministerpräsident erholt sich zurzeit in einer Reha-Klinik im baden-württembergischen Allensbach am Bodensee von den Unfallfolgen. Er konnte bislang noch nicht vernommen werden. An diesem Dienstag wird der Vater des CDU-Politikers in der Heimat der Familie in Heiligenstadt im Eichsfeld beigesetzt. Er war am vergangenen Mittwoch im Alter von 80 Jahren gestorben. Ob der Erfurter Regierungschef zur Beisetzung kommt, ist ungewiss. dpa/ta