Insgesamt waren 2015 etwa 1,1 Millionen Flüchtlinge erstmals im Easy-System erfasst worden, somit geht es also um mehr als 130 000 Menschen. Als mögliche Gründe nennt das Ministerium unter anderem Weiterreisen in andere Länder und das Untertauchen in die Illegalität.

Der Chef des Bundesamtes für Migration, Frank-Jürgen Weise, sagte zudem am Donnerstag bei einer DIHK-Veranstaltung in Berlin, dass bis zu 400 000 Menschen im Land seien, von denen die Behörden Namen und Identität nicht kennen würden. Die Ministeriumsantwort zeigt der Zeitung zufolge zudem, dass Deutschland immer weniger Asylbewerber an eigentlich zuständige EU-Länder abgeben kann.