Schlechtes Wetter und das Juni-Hochwasser haben die Gurkenernte im Spreewald und der näheren Umgebung etwa zwei Wochen in Verzug gebracht. Noch sind die Bauern optimistisch, dass die Ernte zumindest durchschnittlich wird. Im Moment sind sie mit den Erträgen aber nicht zufrieden.

"Wir sind noch nicht in der Vollernte und müssen sehr viele Pflanzen nachstecken", erklärte Anette Rademacher von der Agrargenossenschaft Unterspreewald in Dürrenhofe (Dahme-Spreewald). Ähnlich unzufrieden zeigte sich Karl-Heinz Ricken, Geschäftsführer des Spreewälder Gemüsehofes in Vetschau (Oberspreewald-Lausitz). "Im letzten Jahr hatten wir zur gleichen Zeit etwa 40 Prozent mehr Gurken bereits geerntet."

Gelassener sieht hingegen Heinz-Peter Frehn vom Gurkenhof Frehn in Steinreich (Dahme-Spreewald) die diesjährige Gurkensaison. "In den 30 Jahren Gurkenanbau habe ich schon alles erlebt. In den 1980er-Jahren habe ich auch schon am 17. Juli die erste Gurke geerntet, dafür aber bis Mitte Oktober noch gepflügt", sagte er. Die momentane Wetterlage, die laut Meteorologen bis Ende kommender Woche anhalten könnte, sei für die Gurken sehr günstig. "Am Tag muss es nicht mehr wärmer werden, aber in der Nacht sind für Gurkenpflanzen Temperaturen um die 13 Grad Celsius ideal."