Die Soldaten hätten bis Ende des Jahres freien Eintritt, erklärte der umstrittene Anatom jetzt per Pressemitteilung. Seiner Meinung nach handele es sich bei den Totenschändungen um einen "inszenierten Medienskandal". Er will in seinem Plastinarium jedem Besucher die Chance geben, "sich in Erinnerung an die eigene Sterblichkeit mit einem Skelett fotografieren zu lassen".

Die Bundeswehr hat im Skandal um Totenschändungen bisher sechs Soldaten vom Dienst suspendiert. Laut Verteidigungsministerium erhöhte sich der Kreis der mutmaßlich Beteiligten inzwischen von 20 auf 23 Soldaten. Der Vorfall, bei dem Bundeswehrsoldaten mit Totenschädeln posierten und sich dabei fotografiert hatten, sorgte international für Empörung.

Der Leichenplastinator verteidigte bereits gestern die Soldaten in einem Interview. Er sehe in den Vorfällen "kollektiv erlebte Stressabfuhr", sagte von Hagens dem Magazin Focus. (pm/jas)