Diese Recherchen der Lausitzer Rundschau bestätigte Spree-Neiße-Landrat Dieter Friese (SPD) der Zeitung. Von Hagens habe ihn am Montag darüber informiert. "Das ist ein herber Schlag", sagte Friese. Die Betroffenen seien ehemalige Arbeitslose, die gern und gut in dem Plastinarium gearbeitet haben.

Als Grund für den drastischen Personalabbau habe der Anatom ihm Streit mit der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg um chinesische Präparatoren genannt. Die Bundesanstalt habe den Chinesen mit der Begründung "kein öffentliches Interesse" die Verlängerung der Arbeitserlaubnis in Deutschland verweigert. Daraufhin, so Friese, habe auch die Aufenthaltsbewilligung durch die Ausländerbehörde nicht verlängert werden können. Die chinesischen Fachleute wurden in Guben eingesetzt, um deutsche Mitarbeiter in der Leichen-Präparation auszubilden.