Der in dieser Sache tätige Rechtsanwalt der Stadt sei außerdem beauftragt worden, sich die schriftliche Bestätigung der rechtskräftigen Verurteilung Hübners umgehend beim Landgericht Cottbus zu beschaffen, so Schulz.

In der kommenden Woche werden sich Vertreter der Stadt Guben mit dem Versorgungsverband Brandenburg treffen, um die Frage einer nachträglichen Versicherung Hübners in der gesetzlichen Rentenversicherung zu klären.

Mit der eingetretenen Rechtskraft des Urteils gegen Hübner zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung wegen verschiedener Korruptionsdelikte war sein Beamtenstatus und damit auch sein Pensionsanspruch erloschen.

Thema wird der Ex-Bürgermeister auch in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 2. März noch mal sein. Der Stadtrat, wird dann als Dienstvorgesetzter Hübners einen Beschluss darüber fassen, ob ihm die Beendigung seines Beamtenverhältnisses noch schriftlich mitgeteilt werden soll.

Die während seiner Suspendierung gezahlten reduzierten Bezüge werden nach derzeitiger Kenntnis der Stadt nicht von Hübner zurückgefordert werden können, so Rathaussprecher Schulz. Das Landgericht Cottbus hatte Hübner im Februar 2015 unter anderem deshalb verurteilt, weil er sich von einem Gartenbauunternehmen jahrelang kostenlos sein Wochenendgrundstück pflegen ließ. Im Gegenzug sorgte er dafür, dass die Firma kommunale Aufträge erhielt.

Ein vom Spree-Neiße-Landrat eingeleitetes, aber ruhendes Disziplinarverfahren gegen Hübner wird nun eingestellt. Das kündigte die Kreisverwaltung auf Nachfrage an.

Mittlerweile ist auch Hübners Foto von der Website der Stadt entfernt worden.