In den vergangenen zwei Jahren kam es in der Lausitz zu mehreren Rutschungen und Erdsackungen auf Flächen, die als standsicher galten. Fachleute vermuten, dass es zu Veränderungen in der Bodenstruktur bestimmter Kippenflächen gekommen sein könnte.

Um mehr Erkenntnisse darüber zu erhalten, würden alle Rutschungen und Brüche der jüngsten Vergangenheit jetzt aufgearbeitet, sagt Eckehard Scholz, Leiter Geotechnik bei der Lausitzer- und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) mbH. Bis Ende März sollen Untersuchungsergebnisse vorliegen, die eine Entscheidung über das weitere Vorgehen auf vorsorglich gesperrten Kippenflächen von mehr als 13 000 Hektar in Brandenburg und Sachsen erlauben. Betroffen davon sind auch Flächen, die von der LMBV bereits verkauft oder verpachtet wurden.

Sollten weitere Sicherungsarbeiten notwendig sein, würde sich die Sanierung zeitlich verlängern und teurer werden. Das bestätigt der Präsident des Brandenburger Landesbergamtes, Klaus Freytag. Es müsse auch der eine und andere Nachnutzungsgedanke für ehemalige Tagebauflächen hinterfragt werden. Die Lausitzer Seenkette ist nach Angaben der LMBV nicht gefährdet. Seiten 2 & 3