Alle Beteiligten wissen es seit Langem. Der Süden Brandenburgs braucht einen großen Plan für den radikalen wirtschaftlichen Wandel. Das absehbare Ende der Braunkohle, die die Industrieregion seit vielen Jahrzehnten geprägt hat, weckt bisher bei vielen Unternehmern in der Region vor allem Unsicherheiten oder gar Zukunftsängste.

Was kommt danach? Womit werden die Lausitzer in Zukunft ihr Geld verdienen?

Auf diese Fragen soll die Innovationsregion Lausitz GmbH umsetzbare Antworten suchen. Beteiligen wollen sich an dieser Suche und an der neuen Gesellschaft neben der IHK die Handwerkskammer, die Wirtschaftsinitiative Lausitz (WIL), die BTU Cottbus-Senftenberg und die Unternehmerverbände Berlin Brandenburg (UVB). Bereits im September hatten die Beteiligten eine Absichtserklärung unterschrieben, die auch von Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) unterstützt wurde. Nach der Zustimmung von vier Partnern fehlte noch das "grüne Licht" der IHK, die sich mit dem Löwenanteil von 900 000 Euro an der Gesellschaft beteiligt.

Es war keine "leichte Geburt" in der Vollversammlung. Bei der engagierten Diskussion ging es vor allem um die Frage, ob eine auf drei Jahre befristete GmbH die richtige Form für das große Vorhaben ist. Am Ende aber stimmte eine deutliche Mehrheit der Vollversammlung für die Gründung der Gesellschaft, die nun in Zusammenarbeit mit den Lausitzer Unternehmern für Bundes- und Landespolitiker Handlungsempfehlungen für die Zukunft der Lausitz erarbeiten soll.