Mit dem Fest solle vor allem demonstriert werden, was die märkische Landwirtschaft für die Ernährungswirtschaft leiste. Zu den Höhepunkten gehören ein Ernteumzug, die Wahl der neuen Erntekönigin und das Backen des längsten Pflaumenkuchens der Welt. Er soll 750 Meter lang werden. Erwartet werden in Grünefeld mindestens 25 000 Besucher.
Außerdem werde für die grünen Berufe in der Landwirtschaft geworben, betonte Woid ke. Die kleine Gemeinde mit 440 Einwohnern habe mit viele Energie und Einfallsreichtum das Ereignis vorbereitet. Damit werde demonstriert, dass die märkischen Dörfer Zukunft haben. Schirmherr des Festes ist Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), der am Sonnabend bei den Veranstaltungen ebenfalls mit dabei ist. Grünefeld ist der kleinste Ort der havelländischen Großgemeinde Schönwalde-Glien.
Zu den Höhepunkten am Sonnabend gehören ein großer Festumzug mit 50 Erntewagen sowie die Wahl der Brandenburger Erntekönigin für die kommenden zwölf Monate. Vier Bewerberinnen wetteifern um den Titel. Außerdem wollen der Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz aus dem Nachbarort Schwante (Oberhavel) sowie zahlreiche Helfer den längsten Pflaumenkuchen der Welt backen und damit in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen werden. Der Weltrekord stehe gegenwärtig bei 722 Metern, sagte Plentz. Der Kuchen in Grünefeld soll mindestens 750 Meter lang werden. An Zutaten benötigt würden etwa eine Tonne Pflaumen und 600 Kilogramm Hefeteig.
Traditionell wird während des Festes die schönste Erntekrone durch eine Jury des Brandenburger Landfrauenverbandes begutachtet und prämiert. Zur Auswahl stehen insgesamt 16 Erntekronen. Der Geschäftsführer des Verbandes zur Förderung des ländlichen Raums pro agro, Gerhard Lehmann, bezeichnete das Dorf- und Erntefest als die wichtigste Leistungsschau für ein vielfältiges Dorfleben. Gleichzeitig sei es ein Kristallisationspunkt für die ländliche Entwicklung in Brandenburg. (dpa/ta)