Dies könne zu dem vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall Europe geplanten Ziel beitragen, den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO{-2}) bis 2020 von derzeit 91 Millionen Tonnen pro Jahr auf 65 Millionen Tonnen zu senken. Das erklärte der Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen im Potsdamer Landtag, Axel Vogel, in einer Mitteilung.

Um dieses Ziel zu erreichen, müsse der Chef des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall, Øystein Løseth, nach Vogels Ansicht sicherstellen, dass die nicht mehr zeitgemäßen Kraftwerksblöcke in Jänschwalde (Spree-Neiße) schrittweise abgeschaltet werden. Die 3000-Megawatt-Anlage ging bis Ende der 1980er-Jahre in Betrieb. Sie erzeugt noch etwa bis 2030 Strom. Løseth hatte zuvor erwogen, Kohlekraftwerke in Deutschland und den Niederlanden zu verkaufen oder stillzulegen. Hintergrund für diese Pläne seien „rein finanzielle Aspekte.“ Er verwies auf 2013 deutlich steigende Ausgaben für den Handel mit CO{-2}-Zertifikaten.

V ogel erklärte dazu: „Mit einem Verkauf von Teilen des Lausitzer Kraftwerkparks würde Vattenfall zwar seine Konzernklimabilanz verbessern, es würde jedoch kein CO{-2} weniger ausgestoßen werden.“ Deshalb solle der Vattenfall-Chef zuerst den Verzicht auf das Erschließen neuer Braunkohletagebaue erklären und die Antragsunterlagen für den Tagebau Welzow Süd, Teilfeld 2, und die neue Grube Jänschwalde-Nord zurückziehen .

I ndes hat die Ratingagentur Fitch die Bonität von Vattenfall herabgestuft. Die Agentur senkte am Montag das Langfrist-Rating von A auf A-. Den Ausblick beließ Fitch bei „stabil“. Die Bewertungsagentur begründete den Schritt mit den Kosten durch den Atom ausstieg und zusätzliche Vorschriften . Kommentar Seite 2