Sachsens Grüne wollen trotz knapper Kassen für den Wahlkampf gestärkt in den Landtag einziehen. Als Ziel für die Landtagswahl am 30. August gab Parteichefin Eva Jähnigen die Formel "Sieben Prozent plus x" aus. "Das ist machbar, wir sind motiviert", sagte die 43 Jahre alte Rechtsanwältin am Mittwoch in Dresden. Bei der Wahl 2004 hatten die Grünen nach zehn Jahren parlamentarischer Abstinenz die Hürde mit 5,1 Prozent der Stimmen nur hauchdünn geschafft. In Umfragen stehen sie derzeit bei etwa sechs Prozent. Einziger Wermutstropfen sei die ungenügende finanzielle Ausstattung der Partei. Mit einem Etat von nur 155 000 Euro für alle Wahlen 2009 müsse man sich auf das Internet und Plakate konzentrieren. Für Anzeigen, Fernseh- und Werbespots fehle das Geld. Lediglich Spenden könnten das noch ändern. Landesgeschäftsführer Hubertus Grass hofft auf Hilfe "von oben". Er glaubt, dass sich die Bundespartei keinen "unterbelichteten Wahlkampf" im Freistaat erlauben kann. Sachsen ist das einzige der neuen Bundesländer, wo die Grünen in einem Landesparlament sitzen. Einen knappen Monat nach der Sachsen-Wahl wird der Bundestag gewählt (27. September). An diesem Samstag wollen die Grünen in Dresden ihr Programm für die Landtagswahl beschließen und Fraktionschefin Antje Hermenau zur Spitzenkandidatin küren.Thematisch setzen die Grünen im Wahlprogramm auf Themen wie Energie, Bildung, Klima und Soziales. Im Kampf gegen Rechtsextremismus fordern sie eine "Demokratie- und Bürgerrechtsoffensive". Die Grünen in Sachsen haben derzeit 995 Mitglieder. dpa/mb