Die Schwerpunkte des rund 100-seitigen Programms seien Ökologie, Bildung und Demokratie, sagte die Vorsitzende Ska Keller am Donnerstag. Wahlziel ist nach den Worten des Co-Vorsitzenden Axel Vogel der Wiedereinzug ins Parlament. Sowohl Rot-Rot als auch Rot-Schwarz solle vermieden werden. Vor fünf Jahren waren Bündnis 90/Die Grünen bei der Landtagswahl mit 3,6 Prozent zum dritten Mal in Folge an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Derzeit hat die Partei rund 700 Mitglieder. Die Grünen treten für einen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Wandel an, heißt es in der Präambel. Im Mittelpunkt der Parteitagsdebatten dürfte die Bildung stehen. Auf diesem Gebiet habe die Partei Nachholbedarf, hieß es. Die Grünen fordern kleinere Klassen, größere Vertretungsreserven, die Möglichkeit für Schulkonferenzen, Fachnoten und Kopfnoten durch alternative Formen der Beurteilung zu ersetzen. Für Lehrer soll künftig eine Pflicht zur jährlichen Fortbildung gelten. Zudem enthält das Programm Aussagen zu den klassischen grünen Bereichen der Ökologie, sagte Vogel. Dazu gehöre das Ziel, bis 2020 rund 30 Prozent des Endenergie-Verbrauchs einzusparen. Der eigene Strombedarf soll dann zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Geringverdiener sollen beim Kauf eines besonders sparsamen Elektrogeräts die Hälfte des Preises als Zuschuss erhalten, der Rest kann als Kredit finanziert werden. dpa/ta