Solche Positionen stehen im Widerspruch zu grüner Politik", sagte Theresa Kalmer dem "Spiegel". "Wenn er nicht freiwillig austritt, muss über ein Parteiordnungsverfahren nachgedacht werden." Parteichefin Simone Peter widersprach umgehend. "Wir @Die_Gruenen halten es gut aus, kontroverse Debatten zu führen. Das schaffen wir auch ohne Parteiausschluss", schrieb sie im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Bundesgeschäftsführer Michael Kellner wies beide - Kalmer und Palmer - in die Schranken. "Unfug. Die Forderung nach einem Parteiausschluss von Boris Palmer ist genauso unnötig wie seine vorherigen Äußerungen", sagte er.

Auf seiner Facebookseite verteidigte Palmer seine Haltung: "Ja, ich bin der Meinung, dass Deutschland derzeit Belastungsgrenzen überschreitet. Logistisch und organisatorisch sind wir eindeutig über dem Limit und produzieren nur noch Notlösungen." Am Horizont zeichneten sich Gettostrukturen und Integrationshindernisse wegen des Tempos und Ausmaßes der ungesteuerten Einwanderung ab.