"Dieser könnte ein Grundgerüst für Sondierungen oder Koalitionsverhandlungen sein", sagte Fraktionschefin Antje Hermenau am Mittwochabend in Dresden.

"Sachsen braucht keine völlige Kehrtwende, aber eine Korrektur, manchmal auch gravierende Korrekturen." Die Grünen sind, wie seit geraumer Zeit bekannt, offen für Gespräche mit CDU, SPD und Linken. Einen Termin für die Wahl 2014 gibt es noch nicht.

Die Schwerpunkte der Grünen-Fraktion reichen von einem Klimaschutzgesetz über gentechnikfreie Landwirtschaft bis hin zu mehr Geld für Lehrer, Schulen, Hochschulen, Nahverkehr und Polizei sowie geringere Hürden bei Volksbegehren. Finanziell sei das machbar, würden die Schwerpunkte anders als bisher gesetzt.

Als einen Hauptstreitpunkt nannte Hermenau den Ausstieg aus der Nutzung von Braunkohle zur Stromgewinnung, den die Grünen schon bis 2030 vollziehen möchten. Die Fraktionschefin sprach von einem ehrgeizigen Ziel, auch um die anderen Parteien zu treiben. Die Energiewende sei ein wesentlicher Punkt für die Grünen - "auch wenn die Rahmenbedingungen vom Bund noch nicht klar sind". Die Schwerpunkte würden auch mit dem Wahlprogramm der Partei weiter ausformuliert.