Zuvor hatte der Leiter des Berliner Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Michael Opielka, in einer Grundsatzrede darauf verwiesen, dass "mehr soziale Gerechtigkeit zur Nachhaltigkeit beiträgt". Gerade bei den Menschen, die in der Gefahr stünden, von der Gesellschaft ausgeschlossen oder zurückgelassen zu werden, schaffe ein "Mehr" an sozialer Gerechtigkeit auch mehr Zufriedenheit und Zukunftssicherheit. Vor den rund 60 Teilnehmern des Kongresses sprach sich Opielka deswegen für ein garantiertes Grundeinkommen für alle Bürger aus. Transferleistungen seien "ein Zeichen von Reife einer zur Solidarität bereiten Gesellschaft ".

In Diskussionsforen beschäftigten sich die Abgeordneten und ihre Gäste unter anderem mit den Möglichkeiten, die Hartz-IV-Empfänger für eine gesunde Ernährung haben, oder lokalen Bündnissen für Bildung, bei denen Schulen, Kindergärten und weitere Bildungsträger in einem Landkreis oder eine Kommune miteinander kooperieren.

"Es geht uns um eine Gesellschaft, die keinen ausschließt oder zurücklässt", sagte der Fraktionsvorsitzende Axel Vogel. "Chancen und Anerkennung, Geld und Macht müssen gerecht verteilt werden." Dies gelte auch für die aktuelle Energiedebatte.

Nach Ansicht der Grünen spielten Energierzeuger den ökologischen Umbau und die soziale Gerechtigkeit gegeneinander aus. "Sie verschweigen, dass neben vielen handwerklichen Fehlern insbesondere die von der schwarz-gelben Bundesregierung veranlasste ausufernde Befreiung der Industrieunternehmen von der EEG-Umlage wie von den Netzkosten dazu führt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen die Energiewende alleine finanzieren sollen." Gerade für einkommensschwache Familien müsse es an dieser Stelle einen Kostenausgleich geben.