"Damit sollen die Städte im Speckgürtel über den Knotenpunkt Berlin besser verbunden werden", sagte Grünen-Landeschef Axel Vogel am Samstag in Falkensee (Havelland). Die Stadtexpresse sollten Pendler auf durchgehenden Linien wie Eberswalde-Potsdam oder Fürstenwalde-Nauen zügig ins Berliner Zentrum bringen, ohne dass diese auf S-Bahnen umsteigen müssen. Der Parteirat mit 25 Delegierten verabschiedete in Falkensee einstimmig zwei Papiere zur Verkehrspolitik.
Darin fordern die Grünen eine grundsätzliche Wende in der Verkehrsplanung. "Sie darf nicht länger aus der Perspektive des männlichen Autofahrers erfolgen", sagte Vogel. Nach dem öffentlichen Nahverkehr, der vor allem von Frauen genutzt werde, räumen die Papiere Fußgängern und Radfahrern Vorrang vor dem Autoverkehr ein. So fordern die Grünen etwa den Verzicht auf die Autobahn A 14 von Magdeburg durch die Prignitz nach Schwerin sowie Tempolimits von 30 km/h in Orten abseits der Hauptstraßen, von 80 km/h auf Landesstraßen und von 120 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen.
Der grüne Parteirat fordert zudem sicherere Radwege sowie kostenlose und ausreichende Plätze für Fahrräder in den Nahverkehrszügen. Kritisiert werden zudem Ausbaupläne für die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, die Mittlere Havel und den Teltowkanal. (dpa/ta)