Bis 2019 müssten die Ausgaben um etwa zwei Milliarden Euro sinken. Ihre Schwerpunkte sehe seine Partei im ökologischen Wirtschaften, in der Bildung und in der Stärkung der Demokratie. Am vergangenen Wochenende hatte die Parteispitze in einer Klausurtagung den künftigen Kurs abgesteckt. Zu ihr kamen laut Vogel außer Mitgliedern der Fraktion und des Landesvorstandes auch Wahlkreismitarbeiter - insgesamt 25 Teilnehmer. Es sei die erste große Klausur dieser Art gewesen. "Wir haben den Durchbruch in die Gesellschaft geschafft", stellte der Fraktionschef selbstbewusst fest. "Es ist kein Makel mehr, ein Grüner zu sein." Bei der Landtagswahl am 27. September 2009 hatte die Partei 5,6 Prozent der Zweitstimmen erhalten und ist seitdem erstmals wieder seit 15 Jahren mit fünf Abgeordneten im Parlament vertreten. Sie hat nach eigenen Angaben rund 780 Mitglieder. Bei der nächsten Landtagswahl 2014 hält Vogel ein zweistelliges Ergebnis für möglich. Sämtlichen Parteien sei die Schärfe der künftig nötigen Einsparungen noch gar nicht bewusst, sagte Vogel und forderte darüber eine "offensive Diskussion". Auch er kenne bisher nicht den richtigen Weg. Grundsätzlich gehe es um die Antwort auf die Frage: "In welchem Land wollen wir leben?" Allerdings würden die Bündnisgrünen keine Randregionen aufgeben, sondern - im Gegenteil - sich als "Partei des ländlichen Raums" profilieren. "Der ländliche Raum muss attraktiv zum Wohnen und Leben sein." Das bedeute jedoch nicht, dass zu jedem entlegenen Gehöft eine genormte Asphaltstraße führen müsse. Als eine Initiative seiner Fraktion kündigte Vogel eine Große Anfrage zur Forstpolitik an. dpa/mb