Er äußerte sich nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. In sechs Punkte umfassenden Leitlinien verlangen die Grünen unter anderem eine Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Wohnungen statt Heimen sowie Mindeststandards für die soziale Betreuung.

Von der Bundesregierung wird verlangt, alle ausgehandelten Kompromisse wie die Aufhebung der Residenzpflicht nach dreimonatigem Aufenthalt in Deutschland, den Vorrang von Geld- vor Sachleistungen sowie die besseren Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme von Asylbewerbern und geduldeten Flüchtlingen konsequent durchzusetzen. "Zur besseren medizinischen Versorgung von Flüchtlingen fordern wir die bundesweite Einführung von Gesundheitskarten nach dem Vorbild von Bremen und Hamburg", heißt es. Kinder aus betroffenen Familien sollten möglichst schnell in Kita und Schule integriert werden.

In den Kommunen müsse der Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung auf für diese Kinder gewährleistet sein. Ferner sehen die Grünen die Länder in der Pflicht, Deutschkurse zu finanzieren und Berufsabschlüsse rasch anzuerkennen.