Für mehr Anstrengungen beim Wiederaufbau des Landes sei ein "Strategiewechsel auf allen Ebenen" ebenso nötig wie eine militärische Komponente. Über die Haltung der Partei zum Tornado-Einsatz sollen die Parteitags-Delegierten in Göttingen frei entscheiden.
Einig seien sich die Grünen auch in ihrer Kritik an der von der Koalition geplanten Zusammenlegung der Mandate für den Isaf- und den Tornado-Einsatz der Bundeswehr. "Wir werden sehr klar und sehr eindeutig zu jedem einzelnen Mandat abstimmen", kündigte Roth an. Sie räumte die andauernden "unterschiedlichen Auffassungen" auch in der Parteispitze zum Tornado-Einsatz an. Roth ist dagegen, der Co-Vorsitzende Reinhard Bütikofer dafür. Der Bundesvorstand hatte am Morgen eine zweitägige Klausur begonnen.
Roth kritisierte, beim Anti-Terror-Kampf "Operation Enduring Freedom" (OEF) ziele Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) auf ein "durchschaubares Placebo" ab. In der Kabinettsvorlage für die Verlängerung des OEF-Einsatzes schlägt Jung vor, die Zahl der Soldaten von derzeit maximal 1800 auf künftig 1400 zu senken. Allerdings wird diese Höchstzahl auch jetzt bei weitem nicht erreicht. OEF sei "kontraproduktiv", sagte Roth. (dpa/cd)