Die Arbeit der alten Senate von BTU Cottbus und Hochschule Lausitz (FH) in Senftenberg waren mit dem Gründungsbeschluss für die neue Universität beendet.

Der Gründungssenat befindet über grundsätzliche Fragen zu Forschung und Lehre. Der erweiterte Gründungssenat ist an der Wahl des Gründungspräsidenten sowie an der Entscheidung über den ersten Entwicklungsplan der neuen Uni beteiligt. Ein vorläufiges Ergebnis der Senatswahlen wird es am Freitag geben. Ein endgültiges Ergebnis liegt Ende Oktober vor. Danach wird sich der neue Senat konstituieren.

Die Fusion der beiden Hochschulen war monatelang heftig und kontrovers diskutiert worden. Erst Anfang Juli konnte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) den offiziellen Startschuss für die neue Uni geben, nachdem Landes- und Bundesverfassungsgericht Eilanträge gegen die Zusammenführung abgewiesen hatten. Unabhängig davon laufen jedoch noch weitere Klagen.

Ein Volksbegehren gegen die Fusion war vor einer Woche gescheitert. Statt der dafür benötigten 80 000 Unterschriften unterzeichneten das Begehren nur rund 18 000 Brandenburger.

Bis zur Wahl eines Gründungspräsidenten durch den am Donnerstag gewählten Senat führt der von der Wissenschaftsministerin eingesetzte Gründungsbeauftragte Birger Hendriks die Einrichtung. Er hatte erklärt, Fachhochschule und alte BTU unter dem neuen Dach vor allem versöhnen zu wollen.