Die zweitägige Vollübung ist nach Auskunft des Brandenburger Polizeipräsidiums der erste große Test in dieser Dimension. „Diese Übung wird für uns der Praxistest, um zu überprüfen was wir in den vergangenen Jahren zur Terrorbekämpfung getan haben“, sagte Polizeipräsident Hans Jürgen-Mörke vor dem Start.

Im Zentrum der Übung „ACT 2018“ (Aktion contra Terror 2018) stehe ein multiples Anschlagsszenario. Das bedeutet, dass mehrere Terrorszenarien an unterschiedlichen Orten angenommen werden. Ziel der Übung sei es, die in den zurückliegenden Jahren erarbeiteten Einsatzkonzepte sowie das Zusammenspiel aller beteiligten Polizeieinheiten zu überprüfen und daraus gegebenenfalls Schlussfolgerungen für Veränderungen und für weitere Schritte zu ziehen.

Nach den Terrorattacken der vergangenen Jahre in Europa, beispielsweise in London, Paris oder Berlin, sei davon auszugehen, dass Terroristen auch in Zukunft versuchen werden, Anschläge zu verüben.

Auch für Brandenburg gelte daher nach wie vor eine hohe abstrakte Gefährdung in Bezug auf einen terroristischen Anschlag, heißt es aus dem Potsdamer Innenministerium.

Die Brandenburger Polizei hatte auf die Entwicklungen reagiert und in den zurückliegenden Jahren verstärkte Anstrengungen unternommen. Dazu zählen neben organisatorischen und personellen Veränderungen in der Polizeistruktur auch eine verbesserte Ausrüstung beispielsweise für die Spezialeinsatzkommandos (SEK) und die Mobilen Einsatzkommandos (MEK). Gleichzeitig seien aber auch die Polizisten besser vorbereitet und qualifiziert worden, die in den meisten Fällen zuerst an einen Einsatzort gerufen würden.

Ob die Pläne und Szenarien der Polizeiführung aufgehen, soll die Übung „ACT 2018“ jetzt zeigen.