Vor allem Spanier interessiere der Umgang der Deutschen mit diesem düsteren Teil der Geschichte, sagte Direktor Günter Morsch am Dienstag in Oranienburg. Die Stiftung besteht in diesem Jahr seit 20 Jahren.

Nach ihren Angaben haben mehr als 8,6 Millionen Menschen in dieser Zeit ihre Einrichtungen besucht. Aufgabe der Stiftung ist es, an Terror, Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern und eine Auseinandersetzung mit diesen Themen zu fördern. Angesichts knapper Kassen sei dies eine zunehmend schwierige Arbeit, sagte Morsch. Veranstaltungen seien auf ein Minimum reduziert worden, Bücher könnten nicht angeschafft werden. Das Personal habe trotz steigender Aufgaben und Besucherzahlen um 20 Prozent abgenommen (57 Dauerstellen). "Wir laufen Gefahr, nur noch ein Tanker zu sein, ohne steuern zu können", sagte er. Der Posten Sach- und Personalbereich verschlinge von Jahr zu Jahr mehr Geld, schuld seien insbesondere die gestiegenen Energiekosten.

Die Stiftung wird von Bund und Land getragen und hat 2013 ein Budget von knapp 5,8 Millionen Euro. Das brandenburgische Parlament habe immerhin 60 000 Euro zusätzlich in Aussicht gestellt sowie eine Tarifvorsorge von 22 000 Euro, so Morsch. Je nach Rechnung seien jedoch 300 000 bis 500 000 Euro zusätzlich nötig. Die fehlenden Finanzen gingen zulasten von Investitionen. Rund 61 Millionen Euro wurden in den vergangenen 20 Jahren laut Morsch für die Neugestaltung und Sanierung der Gedenkstätten investiert. Das 20-jährige Bestehen der Stiftung soll am 26. Februar mit einem Festakt gefeiert werden.