Schon heute fehlt in manchen Kindertagesstätten sorbisches Personal. So suchen der katholische als auch der Awo-Kindergarten in Radibor sowie der Awo-Kindergarten in Hochkirch (alle Landkreis Bautzen) dringend sorbische Fachkräfte, damit weiterhin zweisprachige Erziehung auf hohem pädagogischen Niveau ermöglicht werden kann.
In mehreren sogar sorbischen Schulen können Pädagogen mit den Schülern nicht zweisprachig kommunizieren, weil sie die sorbische Sprache gar nicht oder kaum beherrschen. Obwohl die Domowina bereits 1997 ein vollends zweisprachiges Fachpersonal wenigstens an den wenigen sorbischen Bildungseinrichtungen eingefordert hat, ist jeder fünfte Pädagoge am Sorbischen Gymnasium in Bautzen heute nicht der sorbischen Sprache mächtig. Zudem - so die Leiterin Theresa Schön - werde ein Drittel aller Pädagogen im kommenden Jahrzehnt aus Altersgründen die Schule verlassen.
Ob in diesem Zusammenhang genügend junge zweisprachige Pädagogen zur Verfügung stehen werden, ist eher zu bezweifeln. (pi/mb)