Am Samstagnachmittag, 25. August, gilt der riesige Waldbrand bei Treuenbrietzen als unter Kontrolle. Dies sagte Andrea Metzler, Pressesprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark zu LR Online.

Laut der Sprecherin des Landkreises waren am Samstag noch 400 Einsatzkräfte mit Löscharbeiten beschäftigt. Das Feuer hatte sich zeitweise auf einer Fläche, die größer war als 400 Fußballfelder, ausgebreitet. Die Bewohner von drei Dörfern mussten ihre Häuser verlassen.

Am Samstagabend sollten Panzer eines Pionierbataillons der Bundeswehr eintreffen und weitere Schneisen durch den Wald schlagen, um den Flammen die Nahrung zu entziehen. „Dann machen wir das Feuer platt“, sagte die Sprecherin der Kreisverwaltung.

Wieder Flächenbrand nahe Autobahn 9

Ebenfalls am Samstag brach ein neues Feuer in der Nähe der Autobahn 9 Berlin-München aus. Nahe Beelitz geriet Bodenfläche auf etwa 1,5 Hektar in Brand, wie die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark LR Online bestätigte. Dieses Feuer sei nach kurzer Zeit unter Kontrolle gewesen.

Erst Ende Juli war dort in der Nähe ein großer Waldbrand auf bis zu 50 Hektar Fläche ausgebrochen, eine Evakuierung des Dorfs Fichtenwalde konnten die Rettungskräfte verhindern; allerdings musste die A 9 zeitweise für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

Wegen des Großbrands im Wald bei Treuenbrietzen mussten die Bewohner der Dörfer Klausdorf und Tiefenbrunnen am Samstagnachmittag immer noch bei Freunden, Verwandten oder in einer öffentlichen Notunterkunft ausharren. „Wir denken jedoch, dass die Bewohner die Nacht zum Sonntag wieder in ihren eigenen Betten verbringen können“, sagte Landkreis-Pressesprecherin Metzler zu LR Online.

Nach Angaben des Innenministeriums Brandenburg strapaziert der Großeinsatz nahe Potsdam die Rettungskräfte und freiwillige Helfer bis an die Belastungsgrenze. „Weitere Brände können wir jetzt wirklich nicht gebrauchen“, sagte ein Sprecher zu LR Online.

Ministerpräsident Woidke dankt Rettungskräften

Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur dpa machte sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Samstagmittag erneut ein Bild von der Lage rund um Treuenbrietzen. Zeitweise waren dort an die 600 Rettungskräfte im Einsatz gewesen, darunter auch Feuerwehrleute aus der Lausitz, Bundeswehr und zahlreiche Helfer.

dpa zitierte Woidke mit den Worten, er habe vor Ort erlebt, wie die Menschen sich mit äußerstem Einsatz und bis zur Erschöpfung gegen die Flammen wehrten. Woidke sagte demnach am Samstag: „Dafür mein Dank und meine Hochachtung.“

Bildergalerie Riesiger Waldbrand bei Treuenbrietzen

Flammenmeer bei Treuenbrietzen Riesiger Waldbrand in Brandenburg gestoppt

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Lausitzer Feuerwehren bei Treuenbrietzen Kampf gegen die Flammen dauert an

Berlin