März und dem 2. April insgesamt 146 unerlaubt Eingereiste registriert, teilte die Bundespolizei in Potsdam am Mittwoch mit. 2016 seien insgesamt fast 6000 unerlaubte Einreisen mit Fernbussen registriert worden. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über die Aktion berichtet. Bei den illegal Eingereisten handelte es sich nach diesen Angaben unter anderem um 17 somalische, 14 nigerianische, 13 albanische sowie je sieben algerische und ägyptische Staatsangehörige. 54 Personen hätten nicht über ein erforderliches Visum verfügt und 84 keinen Reisepass gehabt. Zudem seien 16 gefälschte Reisepässe und fünf gefälschte Visa festgestellt worden. 50 Reisende seien sofort ins Ausland zurückgeschickt und 37 weiteren die zeitweise Einreise erlaubt worden.

18 Menschen hätten Asyl beantragt, und 37 Reisende seien an Ausländerbehörden oder Jugendämter weitergeleitet worden. Es seien auch mehrere offene Haftbefehle vollstreckt worden. So wurde etwa am 27. März bei der Kontrolle eines Fernbusses in der Bundespolizeiinspektion Trier ein Schwede entdeckt, gegen den in seinem Heimatland ein europäischer Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stockholm wegen versuchter Tötung und Körperverletzung vorlag. Eine Auslieferung nach Schweden sei geplant.

Vom Flughafen Leipzig/Halle ist gestern unterdessen ein Flugzeug mit abgelehnten Asylbewerbern nach Tunesien gestartet. Die Sammelabschiebung wurde vom Freistaat Sachsen organisiert. Von den 17 Männern an Bord der Maschine kamen nach Angaben des Innenministeriums neun aus dem Freistaat. Die anderen wurden aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz abgeschoben. 13 der Tunesier waren in Deutschland straffällig geworden.