Auf einer Deutschlandkarte bildet die Arbeitsgemeinschaft Influenza wöchentlich die Zahl der Erkrankungen ab. Blau bedeutet wenige Erkrankungen, rot sehr viele. Zwei Regionen stechen seit der vergangenen Woche heraus. Nordhessen und Ost-Brandenburg. Hier ist bereits die Stufe rot erreicht. Auch in Dresden ist ein entsprechender Anstieg zu verzeichnen. Für die Lausitz gilt noch die Stufe "moderater Anstieg".

In Sachsen ist die Zahl der Krankmeldungen und Influenza-Nachweise insgesamt nach einer Erfassung der Landesuntersuchungsanstalt Chemnitz gestiegen. Sie liege auf "einem für die Jahreszeit üblichen Niveau". Zwei Todesfälle gibt es bereits: eine 44-Jährige und ein 58-Jähriger. Beide hatten keine Schutzimpfung und in der Vergangenheit schwere Lungenentzündungen.

In Brandenburg und Berlin sind die Meldungen laut Erfassung des Robert-Koch-Instituts (RKI) in den ersten Wochen des Jahres stark gestiegen. Die Kurve liegt bereits deutlich über der des Vorjahres - und da hatte die Grippe besonders heftig gewütet. Daraus lasse sich aber noch keine Vorhersage für die diesjährige Grippesaison ableiten. "Es ist typisch für das Virus, dass Grippewellen sehr unterschiedlich verlaufen", sagte eine Sprecherin des RKI. Der Höhepunkt beginne im Januar und flache oft erst im April wieder ab.

Ein anderes Virus beschäftigt unterdessen die internationalen Medien. Die Weltgesundheitsorganisation hat einen Notstand wegen des in Südamerika ausgebrochenen Zika-Virus ausgerufen. Wie das Zika-Virus Deutschland betrifft . . . Panorama Seite 7