Die erste Grippewelle des noch jungen Jahres hat jetzt auch die Lausitz erfasst. Es gebe vermehrt Ansteckungsfälle, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag für Brandenburg und Berlin mit. Allerdings sei die Lage nach einem kurzen Anstieg zum Jahreswechsel zurzeit auf etwas niedrigerem Niveau stabil. In der Region wurden demnach in der dritten Kalenderwoche 136 Fälle von akuten Atemwegserkrankungen gemeldet. In der Woche vor dem Jahreswechsel waren es noch 147 Fälle. In Sachsen stieg die Zahl gemeldeter Grippe-Fälle dagegen deutlich. Wie das Sozialministerium in Dresden am Freitag mitteilte, wurden seit Mitte November vergangenen Jahres 630 Erkrankungen registriert, die Hälfte davon allein in der vergangenen Woche. In 242 Fällen wurde das Schweinegrippe-Virus nachgewiesen. Knapp ein Drittel der Betroffenen musste ins Krankenhaus.

In einer Kindertagesstätte im Erzgebirgskreis erkrankten 41 Kinder und Erzieher, bei sechs davon wurde die Schweinegrippe nachgewiesen. Vier Patienten mit H1N1 meldete ein Dresdner Klinikum, neun ein Krankenhaus im Landkreis Zwickau, hieß es. Todesfälle gab es in der aktuellen Saison bisher nicht.

Im Freistaat sind die Grippeviren inzwischen so weit verbreitet, dass sie die Eishockeyspieler der Lausitzer Füchse aus Weißwasser lahmgelegt haben. Da nach Vereinsangaben die halbe Mannschaft im Krankenbett liegt, musste das Ligaspiel am Freitagabend gegen Starbulls Rosenheim abgesagt werden. Füchse-Trainer Dirk Rohrbach: "Wir haben in dieser Woche teilweise mit nur sieben oder acht Spielern trainiert." Am Sonntag haben die Füchse spielfrei.