„Wir würden das Stadtbild verschönern und besser vor weiteren Hochwassern geschützt sein“, sagte Matthias Berger. Das Regierungspräsidium Leipzig hatte am Vortag mobile Hochwasserschutzsysteme wie zum Beispiel in Köln vorgeschlagen. Das lehnte Berger ab.
Das Regierungspräsidium Leipzig sieht unterdessen in dem Vorschlag aus Grimma eine weitere Möglichkeit, die in die Hochwasserschutzplanung einfließen soll. Wie Sprecherin Anja Kluthmann sagte, soll Mitte des Jahres mit konkreten Planungen für den Hochwasserschutz beim Regierungspräsidium begonnen werden. „Wir werden alle Möglichkeiten prüfen“, sagte Kluthmann.
Am Vortag hatte das Regierungspräsidium unter anderem flexible Steckwände als Schutz vor künftigen Fluten für Grimma, Wurzen und Döbeln in Aussicht gestellt. Der Abteilungsleiter Umwelt, Leo Artmann, hielt eine Mauer, die die Altstädte vom Fluss trennt, bei den Bürgern für nicht vermittelbar. „Mobile Hochwasserschutzsysteme sind bei uns aber nicht sinnvoll“, sagte dagegen Berger. Die Gewalt, mit der die Flut über Grimma hereingebrochen sei, hätte die Wände weggespült. „Bei einem neuen Hochwasser würden wir diese wahrscheinlich irgendwo in Wurzen wiederfinden“, sagte Berger.
Die Stadtmauer von Grimma ist noch etwa zur Hälfte erhalten. Den Planungen in Grimma zufolge sollen die Lücken an der Mulde geschlossen und auch Fluttore eingebaut werden. (dpa/bra)