Das ist nicht schön. Aber die Blau-Gelben lassen sich nicht entmutigen. Auch in diesem Jahr lädt die Partei wieder zum Journalistenadvent ein. Angesichts ihrer unterirdischen Beliebtheitswerte könnte man ja vermuten, dass den führenden Freidemokraten, die dort stets erscheinen, nicht unbedingt nach Feiern zumute ist. Doch in diesem Fall wird das Unvermutete mit liberaler Programmatik verknüpft: "Als Partei der Ordnungspolitik halten wir die guten Traditionen hoch", heißt es in der Einladung.

Besonders bemerkenswert ist das Motto der besinnlichen Veranstaltung: "Unter Niedersachsens Sternen". Der politisch gebildete Zeitgenosse wird sofort wissen, worum es geht. Genau, in Niedersachsen wird am 20. Januar ein neuer Landtag gewählt. Falls die FDP den Wiedereinzug ins dortige Parlament verpasst, muss sich FDP-Chef Philipp Rösler warm anziehen. Die Demoskopen verheißen jedenfalls nichts Gutes. Zuletzt wurden die Liberalen in Hannover auf nur noch drei Prozent taxiert. So betrachtet, muss die FDP in Niedersachsen tatsächlich nach den Sternen greifen - oder sich einen neuen Vorsitzenden suchen.