Grund dafür sei die bessere infrastrukturelle Anbindung für das 14 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen, das sich verstärkt europaweit aufstellen und Kunden eine bessere Erreichbarkeit bieten will.

Erbring verweist zugleich darauf, dass der Umzug keineswegs damit verbunden ist, den Kontakt in die Lausitz zu kappen. "Wir bleiben weiter im IHK-Bezirk Cottbus", betont der Geschäftsführer und versichert, dass die enge Kooperation mit der Cottbuser Universität nicht abgebrochen werde. "Wir bleiben weiter An-Institut der BTU Cottbus-Senftenberg."

Im Gridlab, das seine Geschäftsräume in der futuristischen Cottbuser Uni-Bibliothek hat, trainieren Experten über Deutschland hinaus die Steuerung von Stromnetzen. Dabei werden unter anderem Szenarien simuliert, wie sich die unterschiedliche Einspeisung von erneuerbarer Energie aus Sonne und Wind mit der vorhandenen Einspeisung des Stroms aus den Kohlekraftwerken verhält. Das Gridlab hatte sich einst aus der BTU ausgegründet.

Der Umzug in den Speckgürtel Berlins kommt für die Region überraschend. Noch Mitte März hatte der Gridlab-Geschäftsführer Bernd Benser dem rbb-Fernsehen gesagt: "Gerade weil in dieser Region so unendlich viel Energie-Wissen ist, Energie-Management-, Energie-Wirtschafts-, Energie-Technik-Wissen, ist es so wichtig dieses Know-how hier zu halten, weiter aufzubauen und damit auch zukunftssicher zu machen."