Die Brücke im nördlichen Stadtgebiet schafft erstmals seit 1945 wieder eine direkte Verbindung über die Neiße und dient ausschließlich dem Personenverkehr.
Das Projekt wurde maßgeblich von der Stadt Forst mitfinanziert und gilt damit als der erste Grenzübergang, der durch kommunale Initiative entstanden ist. Allein die Stadt Forst steuerte etwas über eine Million Euro für Brücke, Planung und Zufahrtsstraße auf polnischer Seite bei. Von der Europäischen Union kamen über 2,6 Millionen Euro für Brücken- und Straßenbau.
Insgesamt verfolgten schätzungsweise tausend deutsche und polnische Schaulustige die Eröffnungsfeier. Nach dem Banddurchschnitt über der Neiße folgte auf deutscher Seite die Enthüllung des Namensschildes „Brücke der Europäischen Union“ . Auf polnischer Seite wurde das offizielle Programm weitergeführt. Dabei verwiesen deutsche und polnische Redner auf die Bedeutung der Brückenöffnung wenige Tage nach der EU-Konferenz in Kopenhagen, wo der EU-Beitritt Polens auf das Jahr 2004 festgelegt wurde. Dann wird zwar der Zoll seine Tätigkeit hier beenden, die Gebäude aber werden voraussichtlich bis 2007 vom Grenzschutz genutzt. Vor diesem Hintergrund wurden die Gebäude aus Büro-Container-Elementen konstruiert, die bereits zwei Jahre bei Hohenwutzen in Dienst standen. (Eig.Ber./js)