Hintergrund ist die Ankündigung der neuen schwedischen rot-grünen Regierung, die Expansion der Braunkohle des Staatskonzerns Vattenfall stoppen zu wollen. „Brandenburgs neue Landesregierung muss ein Braunkohle-Moratorium in ihren Koalitionsvertrag aufnehmen“, sagte die Greenpeace-Energieexpertin Susanne Neubronner am Freitag laut Mitteilung. SPD und Linke in Brandenburg wollten am gleichen Tag ihren Koalitionsvertrag präsentieren.

Greenpeace richtete die Forderung nach eigenen Angaben in einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten beider Länder. Die Pläne müssten auf Eis gelegt werden, bis klar sei, was Vattenfall mit seiner Braunkohle-Sparte vorhabe.

Der Konzern will bislang drei seiner fünf Gruben im Lausitzer Braunkohlerevier erweitern. Aus Schweden kam vor rund einer Woche die Nachricht, dass die neue Regierung auf erneuerbare Energien setzen wolle. Was das konkret für die Zukunft der Braunkohle-Pläne von Vattenfall heißt, ist bislang unklar.