Im Fall des Spremberger Leichenfundes geht die Polizei inzwischen davon aus, dass die Bauarbeiter auf die sterblichen Überreste eines seit Mai vergangenen Jahres vermissten Mannes aus Forst gestoßen sind. Die Leiche des 43-Jährigen sei wohl deshalb so lange unentdeckt geblieben, vermutet Polizeisprecher Torsten Wendt, weil der Fundort von dichtem und verwildertem Gebüsch umgeben ist. Anhaltspunkte für eine Straftat haben die Beamten nicht gefunden; allerdings wird wohl erst eine Obduktion Klarheit über die Todesursache bringen.

U nterdessen wissen die Ermittler und Pathologen auch nach der gestrigen Obduktion der am Freitag in Cottbus gefundenen Leiche noch nichts über die Todesumstände. Fest stehen laut Polizeisprecher Wendt nur zwei Ergebnisse: „Sicher ist, dass es sich bei der Leiche um einen Mann handelt.“ Und dieser müsse mindestens ein Jahr lang in der Baracke auf einem aufgegebenen Firmengelände zwischen der Bautzener und der Südstraße gelegen haben .

Seine Identität ist aber noch ungeklärt, und „schon beim Alter halten sich die Experten zurück“, schilderte Wendt.

Deshalb werden sich die Ermittlungen hinziehen: In dieser Woche wollen die Ermittler die DNA des Toten ermitteln. Außerdem laufen toxikologische Untersuchungen: Sie sollen klären, ob Alkohol, Drogen, Tabletten oder andere Gifte beim einsamen Tod des Mannes eine Rolle gespielt haben. Dass er Opfer einer Straftat geworden ist, glauben die Beamten nicht.