Von Sybille von Danckelman

Den grauen Wochen zu dieser Jahreszeit aktiv was Schönes entgegensetzen – warum nicht mal ins Museum? Dazu laden die drei großen Görlitzer Museen an diesem Sonntag Großeltern mit ihren Enkelkindern (unter 16 Jahren) zu einem kostenfreien Besuch des Barockhauses Neißstraße 30, des Kaisertrutzes, des Senckenberg-Museums für Naturkunde und des Schlesischen Museums ein.

Die Görlitzer Museen wollen mit diesem Großeltern-Enkel-Tag danke sagen. Oma und Opa seien ja oftmals Teil des Familienlebens, auch in Form als Betreuer und Ratgeber, und um deren Einsatz in besonderer Weise zu würdigen, habe die Stadt diesen Tag in den drei Museen eingeführt, erläutert Stadtsprecherin Kerstin Gosewisch. In gewisser Weise habe man das auch aus dem Nachbarland Polen abgeschaut– dort wurde der Feiertag zu Ehren der Großmutter schon 1965 eingeführt.

Kulturhistorisches Museum Görlitz

Im Barockhaus Neißstraße 30 sind die Ameiß`sche Wohnung, der historische Büchersaal sowie die Sammlungsräume der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften an diesem Tag ohne Eintritt zugänglich. Zudem können das große Puppenhaus, die Puppenküche und historische Kinderbücher aus der Sammlung von Georg von Welck bestaunt werden. Am Sonntagnachmittag 15 Uhr ist die hippe Oma Karin Stichel zu Gast und macht es sich in ihrem Sessel neben dem Puppenhaus gemütlich. Sie hat ihr großes Märchenbuch dabei und wird daraus vorlesen. Zuhörer sind herzlich willkommen!

Im Kaisertrutz können Großeltern und Enkel auf drei Etagen die Kulturgeschichte von der frühen Eiszeit bis zur politischen Wende 1989/90 erkunden sowie die Galerie der Moderne mit Kunstwerken des 20. und 21. Jahrhunderts besichtigen.

 

Senckenberg Naturkunde-Museum

Begeben Sie sich auf eine Reise von der Lausitz bis ins tropische Korallenriff. Sie erleben bei einem Spaziergang durch die Oberlausitz das Konzert einheimischer Singvögel und begegnen typischen Tieren wie Wolf, Seeadler und Fischotter. Auf Ihrer Regenwaldexpedition treffen Sie hautnah auf Menschenaffen und viele andere exotische Tiere. Ein besonderes Schmuckstück des Museums ist der Lebendtierbereich. Während bunte Doktorfische im Korallenriffaquarium ihre Runden drehen, sorgen Schlangen, Gespenstschrecken und Vogelspinnen für Gänsehaut.

Übrigens: Bis Ende April zeigt Senckenberg Zähne in der Sonderausstellung „T. rex und andere coole Köpfe“.

Schlesisches Museum zu Görlitz

Das Schlesische Museum lädt in seine Sonderausstellung „Silber von Lemor in Breslau“ ein. Die glänzenden Silberprodukte der Firma „Julius Lemor“ sind nicht nur schön anzuschauen, sondern machen vielleicht sogar Appetit, denn es handelt sich um elegantes Tafelsilber und Bestecke. Doch Genießen will gelernt sein! Die Gäste sind eingeladen, über manches Spezialbesteck zu rätseln oder den Tisch für ein mehrgängiges Menü zu decken.

Außerdem lohnt sich ein Blick in die Kunstausstellung des Museums mit Werken von Alexander Camaro (1901-1992) – ein Künstler mit vielen Talenten!