Mit einem Augenzwinkern haben fünf Gastronomen aus der Altstadt eine Aktion angeschoben, die sich mit Motto und Logo an das RTL-Fernsehvorbild "Deutschland sucht den Superstar" anlehnt, jedoch auf eine ganz eigene Wettbewerbsidee zurückgeht.
Jedes der fünf beteiligten Altstadtlokale wird einen seiner Gäste an den Herd stellen. Die Hobby-Köche sollen jeweils drei ihrer Lieblingssuppen kreieren, die sie am 16. März einer Jury in den Görlitzer Höfen zum Kosten vorsetzen.
40 Portionen zum Auslöffeln haben die Star-Anwärter zu kochen, denn auch das Publikum soll sein Votum abgeben, ließ Mitinitiator Axel Krüger wissen. "Geschmack, die Optik der angerichteten Suppe und die Originalität ihres Namens sind entscheidende Bewertungskriterien", verrät er.
Als Jury-Mitglied gewannen die Görlitzer Gastronomen den renommierten Koch Hans-Peter Wodarz, der mit seinem Restaurant-Theater "Pomp Duck and Circumstance" seit 2001 das Publikum in Berlin fasziniert. Auch der Gründer des 1. Lach-Clubs in Deutschland, Michael Berger, sitzt in der Jury. Der Beuys-Sammler hat eine Teleskopgabel und den "Göffel", eine Kombination aus Löffel und Gabel, erfunden. Schon deshalb gilt der Wiesbadener als prädestiniert, die Leistungen im Suppenstar-Ausscheid zu beurteilen.
Die zum Wettbewerb erdachten Löffelgerichte stehen nach dem 16. März in den fünf Lokalen auf der Karte. Wer eine der Suppen auslöffelt, trägt gleichzeitig zur Finanzierung des Görlitzer Altstadtfestes bei. Der Reinerlös wandert nämlich in den Topf des diesjährigen Festes.
Natürlich ist auch ein bisschen Eigennutz dabei. Schließlich solle die Suche nach dem Suppenstar auf die aufstrebende Gastronomie in der Altstadt aufmerksam machen, die sich keineswegs verstecken müsse, sagt Axel Krüger.