"I'm going to save people" lautet der Titel des Agententhrillers, für den Görliwood diesmal Kulisse spielen darf. Der Film, eine russisch-ukrainisch-aserbaidschanische Produktion, handelt von einem britischen Agenten, der 1965 in die DDR kommt. Für seine Erlebnisse in West- und Ost-Berlin sind acht Drehtage in Deutschland geplant - einer in Görlitz, sieben weitere dann im echten Berlin. So war am Freitag aus Produktionskreisen in Görlitz zu erfahren.

Neben der Görlitzer Polizeidirektion, deren Mauer im Hintergrund offenbar die historische Grenzsituation im geteilten Berlin widerspiegeln sollte, diente auch der Obermarkt als Kulisse, wo drei Geschäfte zu Tabak-, Brillenladen und Weinhandlung umgestaltet wurden - mit entsprechenden Requisiten in den Auslagen und Schildern über den Geschäften. Wann und wo der Film gezeigt werden soll, war am Freitag nicht zu erfahren.

Für die Filmstadt Görlitz sind auch solche, eher exotischen Projekte mittlerweile Routine. Im März beispielsweise war eine Filmcrew aus Indonesien zu Gast, die den Kinostreifen "Rudy Habibie" in Görlitz drehte. Mittlerweile ist der Film in Indonesien in den Kinos gelaufen, offenbar erfolgreich.

Deutsche Fans von Görliwood können sich derweil auf "Frantz" freuen. Der französisch-deutsche Kinofilm von Regisseur François Ozon kommt Ende September auch in Deutschland ins Kino. Im aktuellen Trailer sind unter anderem Friedhofsaufnahmen aus Görlitz zu sehen.

Und weitere Projekte könnten folgen. Die Mitteldeutsche Medienförderung, die zuvor bereits verschiedene Produktionen in Görlitz - wie beispielsweise "Der junge Karl Marx" im vergangenen Jahr - gefördert hat, hat am Freitag erneut 2,8 Millionen Euro für Projekte im Filmbereich bewilligt. Darunter befinden sich mit irakischen, israelischen und bulgarischen Produktionen auch wieder einige Exoten. Details zu den Dreharbeiten sind noch geheim.