Aus ganz Deutschland sind in den vergangenen Tagen die Teilnehmer des Bundesradsporttreffens nach Cottbus gekommen. Dirk Tombrink und Joachim Herrmann radelten sogar nonstop 620 Kilometer aus Gelsenkirchen in die Lausitz. Aber dieses Wochenende könnte sie die letzten Reserven kosten. Die Meteorologen prognostizieren für Sonntag mindestens 39 Grad. "Die Hitzebelastung wird extrem hoch", sagt Eva Wille vom Deutschen Wetterdienst. "Zudem wird es sehr schwül." Die Radler in Cottbus haben aber ausgerechnet am Sonntag, dem Eröffnungstag des Treffens, ihre härteste Tour vor sich: den 214 Kilometer langen Ludwig-Leichhardt-Marathon. Da braucht es nicht nur gute Kondition, sondern auch sehr viel Wasser, um die Hitze zu überstehen.

Das wissen auch die Lausitzring-Betreiber: Die Fans des Motocross-Spektakels (ebenfalls am Sonntag) werden mit Wasser versorgt - für sie gibt es abkühlende Duschen. Für die Fahrer in ihren Spezialoveralls und Helm leider nicht. Dafür ist schon jetzt klar: Die Strecke wird sehr viel öfter mit Wasser beregnet werden müssen als bei anderen Rennen - sonst könnten die Fahrer vor lauter Staub nichts sehen.

Und auch die Spieler des FC Energie haben sich für ihre Partie gegen den SC Paderborn am Sonntag auf eine Hitzeschlacht eingestellt. Am Spielfeldrand werden ausreichend Wasser und Eiswürfel bereitgestellt, teilte der Club mit. Spezielle Maßnahmen werde es aber vor dem Spiel (ab 13.30 Uhr) nicht geben. "Unsere Spieler sind keine Kamele, die auf Vorrat Wasser aufnehmen können", sagte Co-Trainer Uwe Speidel. Energie hofft, dass trotz der Hitze rund 10 000 Zuschauer ins Stadion kommen.

Interaktive Wetterkarte vom DWD