Die Lebenszufriedenheit ist ein wichtiger Teil des Glücks, wie Glücksforscher Karlheinz Ruckriegel von der Technischen Hochschule Nürnberg erklärt. "Die Glücksforschung unterscheidet zwischen zwei Formen des Wohlbefindens: der emotionalen und der kognitiven", sagt der Ökonom. Letztere ist ein andauerndes Gefühl und beschreibt die Lebenszufriedenheit. Das emotionale Wohlbefinden meint dagegen das tägliche Verhältnis zwischen positiven und negativen Gefühlen. Es sollte Experten zufolge etwa bei 3:1 liegen.

Für den Glücksatlas ist die Lebenszufriedenheit gemessen worden worden. Grundlage ist eine Befragung, bei der Beteiligte sich auf einer Skala von 0 bis 10 selbst einschätzen müssen. Die fortlaufende Erhebung misst seit 1984 wie zufrieden sich die Deutschen einschätzen. 2015 wurden dazu mehr als 19 000 Menschen befragt. Zusätzlich fließen die Ergebnisse der Erhebung vom Institut für Demoskopie Allensbach ein. Die Forscher befragten im Mai rund 5800 Teilnehmer nach deren Lebenszufriedenheit.

In der Glücksforschung sind mehrere Indikatoren bekannt, die einen Einfluss haben. Dazu gehören Bildung, Gesundheit, Arbeit und Einkommen, aber auch Umwelt, Unabhängigkeit, Optimismus und Dankbarkeit. Besonders wichtig ist auch der Gemeinsinn. Ruckriegel erklärt den wie folgt: "Habe ich jemanden, auf den ich mich verlassen kann, wenn ich Hilfe brauche?"

Und wie wird man glücklich?

"Wir müssen die Zeit so verwenden, dass wir damit ein Höchstmaß an Lebenszufriedenheit erreichen", sagt Ruckriegel. Aber auf Ausgeglichenheit achten." Das zeige eine Sonderbefragung zur Arbeitszufriedenheit: Demnach sind Berufstätige zwar glücklicher als Menschen ohne Job. Ihre Lebenszufriedenheit kann aber schnell kippen - wenn sie länger arbeiten müssen. dpa/bf Panorama Seite 8