Umrahmt von einer Andacht und Gebeten ergossen sich unter der Leitung von Glockengießermeister Alfred Bachert fünf Tonnen der auf mehr als 1000 Grad erhitzten Bronze in die sieben Glockenformen.
Unter den rund 200 geladenen Gästen waren auch Vertreter des Stiftungsrates der Frauenkirche sowie Baudirektor Eberhard Burger. Erst im Januar, wenn die bis dahin abgekühlten Glocken herausgehoben werden, wird man endgültig wissen, ob der Guss gelungen ist.
Für das Frühjahr ist nach Angaben des Unternehmens der Transport nach Dresden vorgesehen. Die Glockenweihe in der Frauenkirche ist für Pfingsten geplant. Der weltberühmte Kuppelbau war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden und wird derzeit originalgetreu nach den Plänen des Erbauers George Bähr (1666-1738) wieder aufgebaut.
Die Glockengießerei Bachert hatte im September den Auftrag erhalten, weil sie nicht nur das wirtschaftlich günstigste Angebot abgegeben hatte, sondern auch über einen guten Ruf verfügt. Aus der im Jahr 1725 gegründeten Glockengießerei, die heute in der siebten Generation geführt wird, stammen viele bedeutende Geläute wie die "Olympiaglocke" für München 1972 und die "Jahrtausendglocke" für den Hamburger "Michel". (ddp/bra)