Nach einem Absturz aus 300 Metern Flughöhe ist am Montagnachmittag ein 39-jähriger Gleitschirm-Pilot aus dem westlichen Landkreis Dahme-Spreewald seinen schweren Verletzungen noch an der Absturzstelle erlegen. Kurz nach dem Start auf dem Flugplatz "Altes Lager" in Niedergörsdorf (Teltow-Fläming) war sein Schirm zusammengeklappt. Auch der Notfallschirm konnte den Sturz des Mannes nicht ausreichend bremsen.

Vorerst geht die Polizei nicht von Fremdverschulden aus, wie Heiko Schmidt, Pressesprecher der Polizeidirektion West berichtet. Der Gleitschirm werde zunächst eingehend technisch untersucht - ein möglicher Grund für den Absturz könnte ein Bedienfehler gewesen sein. Ersten Berichten zufolge hatte sich der Sitz des Gleitschirms gelöst. Das bestätigte die Polizei noch nicht. Mehrere Personen hätten den Absturz vom Flugplatz aus miterlebt, Zeugenaussagen sollen nun ausgewertet werden.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat laut Heiko Schmidt eine Obduktion angeordnet, um die genaue Todesursache des verunglückten Piloten zu klären.

Wie der Betreiber des Niedergörsdorfer Flugplatzes, der Drachenflieger-Club Berlin (DCB), auf Nachfrage mitteilt, war der 39-Jährige kein Vereinsmitglied, sei aber ein erfahrener Pilot gewesen. Das sei Voraussetzung dafür, dass der Flugplatz genutzt werden dürfe. Eine Vereinssprecherin betont, dass das Unglück erst nach dem Gebrauch der vom Verein zur Verfügung gestellten Seil-Winde passiert sei, sodass den DCB keine Schuld treffe.

Bereits 1998 war ein Gleitschirm-Pilot auf dem Flugplatz "Altes Lager" nach einem Absturz ums Leben gekommen.